Da mir die meisten Sorten Fleisch nie sonderlich geschmeckt haben war es keine sonderlich schwierige Entscheidung den Konsum ganz aufzugeben. Vor 25 Jahren war das nicht so einfach. Besonders in Restaurants waren die Bedienungen oder die Köche überfordert wenn man fleischloses wollte. Manchmal wird einem da schon seh spartanisches Essen angeboten. Das konnte von einem Teller von klein geschnittenem Gemüse oder Salat hin zu einer Auswahl von Zitrusfrüchten reichen. Ich hatte zum Glück damals schon mit der indischen Küche Bekanntschaft gemacht. Die indische Küche bietet eine unendliche Auswahl an supertollen Rezepten. Ich musste daher nicht auf gutes Essen verzichten.
Der Hauptgrund das Fleisch nicht mehr anzufassen wahr ethisch. Wenn man bedenkt dass die Menschheit pro Jahr ca 100 Milliarden Tiere in miserablen Zuständen hält nur um sie dann für unsere Geschmacknerven zu schlachten kann man nur einen Schluss ziehen. Ich wolte damit nichts mehr zu tun haben. Da wir ja erwiesenermassen Alternativen haben war auch die Entscheidung nicht schwer.
Am meisten machen sich Fleischesser dabei Gedanken darüber woher man sein Protein bekommt. Zum Glück gibet es sehr viele gute Quellen im Pflanzenreich. Dabei verlasse ich mich besonders auf die Hülsenfrüchte. Ich verwende beim Kochen Erbsen, Bohnen, Linsen oder Produkte die daraus hergestellt wurden wie z.B. Tofu. Rezepte gibt es jede Menge.
Ich habe lange beim Fisch eine Ausnahme gemacht und ab und zu Fisch gegessen. Fische können Schmerzen empfinden und daher habe ich mich entschieden auch den wegzulassen. Zusätzlich ist der Fisch der Weltmeere verschmutzt was besonders auf die grösseren Raubfische wie Thunfisch zutrifft die am Ende der Nahrungsketten Quecksilber und andere Schwermetalle ansammeln. Fische in Tierhaltung dagegen werden mit allem möglichen gefüttert und erhalten ähnlich wie die meisten Landtiere auch Antibiotika. Die grossen Netze verschmutzen dabei die Meere. Bei einer Fahrt durch Åland konnte man sehen wie sehr der Fischkot das Algenwachstum antreibt. Die Strände sind kein schöner Anblick.
Ohne Fleisch zu leben hat auch gesundheitliche Aspekte. Die Weltgesundhetsorganisation hat fertige Fleischprodukte wie z.B. Würste als krebserregend eingestuft. Dabei wurde auch rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend erkannt. Zumindest das Überangebot an Proteinen, die gesättigten Fette und das Eisen im Fleisch geben nach Studien Anlass zur Sorge.
Es gibt in der Welt 5 sogenannte Blaue Zonen. Die Bewohner dieser Gebiete leben sehr viel länger als der Rest der Welt. Einer der Gemeinsamkeiten ist der sehr niedrige Fleischkonsum z.B. nur ein paar Mal pro Monat.
In den letzten Jahren ist ja auch noch die Diskussion um den Klimawandel dazugekommen. Für ein Kilo Fleisch müssen je nach Tier mehrere Kilo Futter angebaut werden. Wenn man direkt die Pflanzen ist kann man viel Land in Wald verwandeln der CO2 bindet. Zusätzlich wissen wir alle das Kühe Methan ausstoschen und das ist ein mehr als 25-faches Treibhausgas.
Mehr zum Thema Vegan später.
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