Montag, 24. Februar 2020

Tough Viking - 2. Eintrag: Training macht Spass

Die ersten Gefühle in Bezug auf den Lauf waren schon mit einer leichten Furcht gemischt. Ich bin seit 15 Jahren nicht mehr gelaufen und habe schon das "stolze" Alter von 63 Jahren erreicht. Hier lachen wohl einige :-). Einer der Hintergedanken ist das Ziel zu verfolgen dass ich mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer bin und auch der erste der in dem Alter erfolgreich teilnimmt. Das sind natürlich noch viele Jahre. Ob dann der Tough Viking noch existiert weiß man ja nicht. Ich könnte mir vorstellen dass das Konzept vom "Spartan" übernommen wird. Der Spartan Lauf gibt es ja auch in Deutschland.

Zu dem Gefühl der Unsicherheit gesellte sich dann auch ein Gefühl der Begeisterung. Wir leben in der Zeit des Internets und man findet im Youtube jede Menge Hinweise auf ein gutes Training. Ich konzentriere mich dabei auf ein paar Bereiche:
- Ausdauer, die ich mit Läufen angehe
- Griff, den ich im Fitnessstudio der Firma mit Klimmzügen und Hängen angehe
- Muskelkraft in den Oberschenkeln, die ich mit dem Squat (Kniebeugen mit Gewichten auf der Schulter) und dem Deadlift (Gewicht vor sich vom Boden heben) angehe
- Verstärkende Übungen, hier verstärke ich besonders die Bauch- und Wadenmuskulatur
- Selbstmassagen mit Rolle und Tennisball, Faszien und Muskeln will ich hier in guter Form halten

Da ich seit 15 Jahren nicht mehr gelaufen bin habe ich den meisten Respekt vor der Ausdauer. Das Laufen muss ich ja vorsichtig angehen um nicht gleich verletzt zu sein was mein ganzen Training über den Haufen wirft. Zum Glück habe ich insgesamt ca 7 Monate Zeit um meine Form zu steigern. Ich habe mir zu dem Zweck ein Paar Salomon Utra Pro Schuhe angeschafft. Die sind zum Orientierungslaufen entwickelt. Dieser Sport is in Finnland sehr beliebt. Die Schuhe habe den Vorteil leicht zu sein und Wasser durchzulassen. Beim Lauf gibt es Abschnitte bei denen man durch Wasser laufen, schwimmen oder sogar tauchen muss. Da machen wasserdichte Gore Tex Schuhe keinen Sinn. Es ist vielmehr wichtig dass die Schuhe Wasser schnell loswerden und man nicht mit den Füssen in einer Pfütze läuft.

Gestern habe ich das 10 Minuten Core Training gemacht und bin danach 3 km gelaufen. Die ganze Strecke bin ich noch nicht gelaufen sondern habe mir erlaubt einen Teil zu gehen. Es ist wichtig dass ich nicht am Anfang übertreibe und dann nicht mehr laufen kann weil mir dies oder dass weh tut. Wenn sich der Körper angepasst hat werde ich die Strecke langsam verlängern und die Gehabschnitte verkürzen und am Ende ganz weglassen. Die allgemeine Empfehlung ist seine Belastung nicht mehr als 10% per Woche zu steigern. Für die 3 km habe ich 19 Minuten gebraucht. Ein ausgezeichnetes Ziel wäre wenn ich den Laufteil des 10 km Rennens in 50 Minuten schaffen könnte.

Heute ist Yoga im Programm. Bei Nokia wird schon sein 15 Jahren Yoga in einem Sportraum unter dem Büro angeboten. Wir müssen die Lehrerin selber bezahlen. Die Stunde ist frei gestaltet mit vielen Elementen aus dem Astange Yoga. Lotta die Yoga Lehrerin baut dabei auch viele Elemente der Muskel- und Fasziespflege ein. Die Stunden gleichen sich dabei nicht. Vor dem Yoga werde ich im Fitnessstudio folgende Übungen machen:
- 4 mal 5 Klimmzüge
- 4 mal 6 bei schräger Rückenlehne Hanteln von 15 kg für Bizeps
- 4 mal 6 Bizeps Curl mit 15 kg Hanteln
- 4 mal Hängen, 10 Sekunden mit Handtuch, 30 Sekunden von Stange

Zu all den Übungen mache ich jeden Tag mehrmals Serien von 5 Burpees. Heute habe ich 4 Serien geplant. Beim Spartan muss man 10 Burpees machen wenn man ein Hindernis nicht schafft.


Mittwoch, 12. Februar 2020

Vegetarier oder Vegan

Da mir die meisten Sorten Fleisch nie sonderlich geschmeckt haben war es keine sonderlich schwierige Entscheidung den Konsum ganz aufzugeben. Vor 25 Jahren war das nicht so einfach. Besonders in Restaurants waren die Bedienungen oder die Köche überfordert wenn man fleischloses wollte. Manchmal wird einem da schon seh spartanisches Essen angeboten. Das konnte von einem Teller von klein geschnittenem Gemüse oder Salat hin zu einer Auswahl von Zitrusfrüchten reichen. Ich hatte zum Glück damals schon mit der indischen Küche Bekanntschaft gemacht. Die indische Küche bietet eine unendliche Auswahl an supertollen Rezepten. Ich musste daher nicht auf gutes Essen verzichten.

Der Hauptgrund das Fleisch nicht mehr anzufassen wahr ethisch. Wenn man bedenkt dass die Menschheit pro Jahr ca 100 Milliarden Tiere in miserablen Zuständen hält nur um sie dann für unsere Geschmacknerven zu schlachten kann man nur einen Schluss ziehen. Ich wolte damit nichts mehr zu tun haben. Da wir ja erwiesenermassen Alternativen haben war auch die Entscheidung nicht schwer.

Am meisten machen sich Fleischesser dabei Gedanken darüber woher man sein Protein bekommt. Zum Glück gibet es sehr viele gute Quellen im Pflanzenreich. Dabei verlasse ich mich besonders auf die Hülsenfrüchte. Ich verwende beim Kochen Erbsen, Bohnen, Linsen oder Produkte die daraus hergestellt wurden wie z.B. Tofu. Rezepte gibt es jede Menge.

Ich habe lange beim Fisch eine Ausnahme gemacht und ab und zu Fisch gegessen. Fische können Schmerzen empfinden und daher habe ich mich entschieden auch den wegzulassen. Zusätzlich ist der Fisch der Weltmeere verschmutzt was besonders auf die grösseren Raubfische wie Thunfisch zutrifft die am Ende der Nahrungsketten Quecksilber und andere Schwermetalle ansammeln. Fische in Tierhaltung dagegen werden mit allem möglichen gefüttert und erhalten ähnlich wie die meisten Landtiere auch Antibiotika. Die grossen Netze verschmutzen dabei die Meere. Bei einer Fahrt durch Åland konnte man sehen wie sehr der Fischkot das Algenwachstum antreibt. Die Strände sind kein schöner Anblick.

Ohne Fleisch zu leben hat auch gesundheitliche Aspekte. Die Weltgesundhetsorganisation hat fertige Fleischprodukte wie z.B. Würste als krebserregend eingestuft. Dabei wurde auch rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend erkannt. Zumindest das Überangebot an Proteinen, die gesättigten Fette und das Eisen im Fleisch geben nach Studien Anlass zur Sorge.

Es gibt in der Welt 5 sogenannte Blaue Zonen. Die Bewohner dieser Gebiete leben sehr viel länger als der Rest der Welt. Einer der Gemeinsamkeiten ist der sehr niedrige Fleischkonsum z.B. nur ein paar Mal pro Monat.

In den letzten Jahren ist ja auch noch die Diskussion um den Klimawandel dazugekommen. Für ein Kilo Fleisch müssen je nach Tier mehrere Kilo Futter angebaut werden. Wenn man direkt die Pflanzen ist kann man viel Land in Wald verwandeln der CO2 bindet. Zusätzlich wissen wir alle das Kühe Methan ausstoschen und das ist ein mehr als 25-faches Treibhausgas.

Mehr zum Thema Vegan später.

Dienstag, 11. Februar 2020

Zum Tough Viking Helsinki 2020 angemeldet

Vor einer Woche habe ich mich zum "Tough Viking" in Helsinki am 5.9.2020 angemeldet. Die Anregung kam von Brian Johnson ein praktischer Philosoph. In seinem Optimize Program gibt er viele nützliche Anweisungen wie man ein gutes und volles Leben leben angehen kann. Einer der vielen Punkte ist sein Training zum und seine Teilnahme an sogenannten Spartan Hindernissläufen. Da es in Finland meines Wissens, vielleicht eine Frage der Zeit, keinen Spartan gibt habe ich mich an das nächst beste Rennen angemeldet.

Ein solches Unterfangen verlangt ja natürlich Vorbereitung sprich Training. Zur Zeit bin ich nach eigener Meinung für einen solchen Lauf in nicht so besonders guter Form. Zusätzlich zu Laufen was ja einen grossen Teil der Bewegung ausmacht sollte man auch noch andere physische Eigenschaften weiter entwickeln.

Ich habe vor eine paar Wochen aus Eitelkeit ein Trainingsprogramm im Fittnesstudio der Firma angefangen. Um mir einen ordentlichen muskulösen Oberarm anzutrainieren habe ich mir auf Youtube mehre Videos angeschaut die mir gute Tips gegeben haben. So trainiere ich 3-4 mal meine Arme. Ich mache Klimmzüge, beide Versionen, also Griff vorne und Griff hinten. Zu dem gehören noch Übungen mit Hanteln zum Programm. Zur Zeit mache ich 4 mal den Supersatz, hier eine Kombination aus 3 Übungen, mit 3 Klimmzügen, 4 Bicepscurls mit 4*12.5 kg und 9*9 kg und 4 Konzentrationscurls mit 4*12.5 kg und 9*9 kg und beised natürlich pro Arm.

Für den Hindernisslauf will ich 4 Gebiete speziell trainieren.
1. Allgemeinen Form
2. Griffstärke und -ausdauer
3. Armkraft
4. Sprungstärke

Zum ersten muss ich meine allgemeine Form stärken und das geht über schnellen gehen, laufen auf der Tretmühle und natürlich darussen Joggen. Um Geschwindigkeit zu bekommen werde ich später auch noch Intervalle in das Laufen mit Spurts und leichtem Joggen einbauen. Ich habe ja noch fast 7 Monat Zeit. Ich werde mir später ein Ziel für die Geschwindigkeit setzen. Der Lauf im September hat eine Länge von 10 km.

Meine Armkraft wird mit dem Program das ich schon angefangen habe wohl gut entwickelt. Ich wechsle die Intensität ab mit dem Muster leichtere Gewichte, normale Sätze, wie beschrieben und schwere Gewichte. Zur Zeit bedeutet leicht das ich 12 * 8 kg mache und schwer 6 *12.5. Dem Fortschritt entsprechende nehme ich immer schwerere Hanteln und mache auch mehr Klimmzüge.

Meinen Griff und die Sprungstärke habe ich nocht genau geplant. Ich habe aber schon ein paar Ideen und Anregungen aus Youtube.